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Basel II Ratingverfahren – was steckt dahinter?
Basel II ist die Kurzbezeichnung für eine Neuordnung der Kredit-Vergabekriterien für gewerbliche Kreditnehmer, also Geschäftskredite, die vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht erarbeitet wurden und europaweit gelten.
Bei der anfänglichen Prüfung eines Kreditevergabeantrages wird der Kreditgeber immer die Kreditwürdigkeit des potentiellen Kunden genau untersuchen und einschätzen wollen. Dafür gibt es seit 2007 einheitliche und verbindliche Richtlinien. Diese werden von Kreditinstituten in standardisierte Ratingverfahren zur Bonitätsprüfung von Unternehmen umgesetzt.
Kredite für Freiberufler und Selbständige
| Anbieter | Eff.Zins/ Jahr ab |
Kredit von/bis |
Laufzeit Monate |
Schufa | Verwendung | Mehr Info |
|---|---|---|---|---|---|---|
![]() |
4,90 | 1 000 - 100 000 |
12 - 120 | ja / nein |
freie Verwendung |
Direkt zu BonKredit |
|
Selbständige |
6,20 | 1 000 - 50 000 |
6 - 84 | ja | freie private Verwendung |
netbank |
|
|
8,49 | 500 - 30 000 |
12 - 72 | ja | freie private Verwendung |
Creditplus |
Standardisierung der Verfahren zur Bonitätsbestimmung
Letztlich wird durch eine Bonitätsanalyse die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kreditnehmers bzw. eines Kredits bestimmt. Führt die Analyse zu dem Ergebnis "gute Bonität" wird das Darlehhen günstiger, ist die Bonität weniger gut, wird es teurer oder sogar ganz abgelehnt.
Das Einschätzverfahren, Rating genannt, bedient sich dieser allgemeingültigen Richtlinien, um Risiken und Schwachstellen bereits in der Antragsphase erkennen und bewerten zu können. Die Bank stuft neben den üblichen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen auch "weichere" Faktoren wie Ihre persönliche Eignung und Erfahrung, Ihre Chancen und Risiken, oder das Branchenumfeld ein.
Ein Verfahren, zwei Wirkungsweisen: Das Rating bewirkt zum Einen, dass die Entscheidung einer Kreditzusage oder einer Ablehnung gefällt werden kann. Zum anderen wirkt sich das Rating auch auf Ihren individuellen Zinssatz aus. Denn je nach Ergebnis des Basel II-Ratings liegen die Konditionen des Kreditantragstellers eher im oberen oder unterem Bereich der Zinsspanne.
Gute Vorbereitung verbessert die Kreditkonditionen
Das Rating nach Basel II ist also als zwingend notwendige Eingangsschwelle nicht nur Voraussetzung für Sicherheit und Schutz für die Bank und gleichzeitig für den Kreditnehmer, sondern auch Indikator für Ihre Kreditkonditionen. Da Ihr Unternehmen umso günstigere Konditionen erhält, je besser es bewertet wird, sollte man sich genau darauf vorbereiten, um so die Kredit-Konditionen selbst günstig zu beeinflussen.
Qualitative Ratingfaktoren sind beispielsweise die Qualifikation des Managements und die Nachfolgeregelung des Unternehmens. Eine wichtige Rolle spielen zusätzlich auch eventuelle Konzernzugehörigkeiten und Beteiligungen.
Quantitative Ratingfaktoren sind die gegenwärtige Vermögenslage, Finanzlage und Ertragslage des Unternehmens. Die benötigten Informationen entnehmen Kreditinstitute aus den aktuellen Unternehmensdaten: Jahresabschluss, Buchhaltung und Planungsunterlagen.
Im Vorfeld der Verhandlungen sollte man sich aktiv mit dem Thema Rating beschäftigen. Denn wenn man weiss, worauf der Banker achtet, kann man sich optimal darauf vorbereiten – und steht im Basel II Rating bestens da.
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