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Indexfonds

Mit einem Investment in Indexfonds, auch als ETF Exchange Traded Funds bekannt, können Sie eine höhere Rendite erzielen als mit vielen anderen Aktienfonds. Deutsche Banken und Aktienfondshäuser bieten Investoren zur Zeit allerhand Neues.

Vor allem bei den indexorientierten Geldanlagen, Indexfonds, spielt die heftige Konkurrenz unter den Kreditinstituten den privaten Anlegern schön in die Karten. Allerdings nur, wenn die Anleger sich nicht von den bunten Werbefilmchen blenden lassen, sondern emotionslos in passive Geldanlagen investieren.

Indexfonds - besser, billiger, beliebter

Am bekanntesten sind sicherlich die börsengehandelten Indexfonds, die sich auf Aktienindizes wie den DAX oder den Eurostoxx beziehen. Die zunehmende Beliebtheit der Indexfonds hat gute Gründe. Provisionsorientierte Vertreiber sind meist wenig begeistert von diesen Low-Cost-Produkten. Zum einen schneiden Indexfonds im Indexfonds-Vergleich gegenüber ihren aktiv gemanagten Aktienfonds regelmässig besser ab. Zum anderen sind sie auch noch deutlich billiger bei Kauf und Verkauf sowie in der gesamten Kostenbetrachtung.

Kein Wunder also, dass die Anleger immer mehr Geld in indexorientierte Anlagen stecken: 600 Milliarden US Dollar weltweit und runde 80 Milliarden Euro in Euroland. Die Bilanz für Europa wird richtig eindrucksvoll, wenn man mit dem Jahr 2000 vergleicht. Damals gab es drei zugelassene Indexfonds und ein Marktvolumen von 200 Millionen Euro.

Aktuelle Studien zeigen, wie diese Erfolgsgeschichte entstand. Von allen aktiv gemanagten Aktienfonds in Europa schafften es auf Sicht von zehn Jahren nur 11%, besser zu sein als der MSCI Europe. Und noch etwas fiel auf: Eine Vielzahl der Aktienfonds wies praktisch identische Ergebnisse auf.

Grund: Die besonderen Gegebenheiten des Fondsmanagements in etablierten Aktienmärkten. Da das Fondsmanagement den DAX oder Eurostoxx stets als Messlatte vorgehalten bekommt, investiert es nahe am Index. Da liegt es nahe, lieber gleich Aktien, die im Index sind, zu kaufen.

Steigende Anzahl von Anlagemöglichkeiten

Die Auswahl an Indexfonds wächst stetig. Neben den etablierten Aktienmärkten gibt es mittlerweile Indexfonds auf eine Vielzahl von Emerging-Markets, Rohstoffindizes und Immobilien. Doch damit nicht genug: Möglich sind jetzt Anlagen in Geldmarktfonds, deren Verzinsung sich an den Interbank-Sätzen orientiert. Das sind aktuell gut 4%, wobei es hier keine Volumenbegrenzungen gibt.

Auch für längerfristige Anleger öffnen sich neue Horizonte. Anlagen in Rentenmarktindizes verschiedener Länder und Laufzeiten können eine interessante Variante zur Bundesanleihe sein. Für die Anleger, die der Börsenhausse misstrauen, bietet sich der Kauf von Aktienfonds auf den "Short DAX" an. Dabei entwickelt sich der Fondspreis spiegelbildlich zum "echten" DAX. Sogar Investitionen in Private Equity sind seit kurzem via Indexfonds möglich.

Deutsche Bank: Sowohl als auch

Die Deutsche Bank hat mit ihrer letzten Produktoffensive nicht nur die beiden Platzhirsche Indexchange und Lyxor unter Zugzwang gesetzt. Freunde kann sich die Bank auch bei ihrer eigenen Investment-Tochter DWS kaum gemacht haben, denn dort vertreibt man hauptsächlich aktiv gemanagte Fonds, deren Schwachpunkten die Indexfonds ihre wachsende Beliebtheit verdanken.

Fazit: Da Indexfonds nicht aktiv gemanaged werden, fällt in der Regel auch keine Managementgebühr an. In Zeiten steigender Aktienindizes sind Indexfonds eine profitable Wahl.

Indexfonds bleiben abgeltungssteuerfrei

Im Hinblick auf die seit 2009 geltenden Regelungen zur Abgeltungsteuer behalten Indexfonds den Vorteil, dass die alten Steuerregeln unbegrenzt weiter gelten: Kursgewinne bleiben steuerfrei, wenn die Anteile länger als ein Jahr gehalten werden. Bevorzugen sollte man akkumulierende Fonds, bei denen Erträge nicht ausgeschüttet, sondern im Fondsvermögen gehalten werden.

Der Wert der alten, steuerbegünstigten Fondsanteile steigt damit stetig. Indexfonds werden den ganzen Tag über zu den gerade geltenden Kursen an den Börsen gehandelt, zumeist über das Handelssystem Xetra. Durch den direkten Kauf an der Börse entfällt der Ausgabeaufschlag, beim Handel über Xetra zusätzlich die Courtage. Anleger müssen nur die beim Aktienkauf und -verkauf üblichen Kosten tragen.

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