Mallorcas Klima
Lebenswichtiges Wasser - Klimaänderung auf Mallorca?
Meterologen sagen zu Mallorcas Klima, dass die Regenmenge in den letzten hundert Jahren nicht kleiner wurde. Es habe schon immer 3 oder 5 jährige Zyklen mit mehr oder weniger Regen gegeben. Sicher sei aber, dass die durchschnittlichen Temperaturen gestiegen sind.
Die durchschnittliche Regenmenge liegt bei 550 Litern pro Quadratmeter (=550 Millimeter) und Jahr, mit niedrigsten Werten von 350 Litern im Süden um Campos und Llucmajor herum und Höchstwerten von rund 1500 Litern im zentralen Tramuntana Gebirge.
Im Verlauf des Jahres regnet es so: 25% von Dezember bis Februar, 25% von März bis Mai, 10% von Juni bis August, 40% von September bis November. Schnee gibt es üblicherweise ab 700 Metern über Meereshöhe, manchmal sogar noch bis April. Im allgemeinen bleibt der Schnee aber erst ab 1000 Metern Höhe liegen.
Durchschnittliche Temperaturen auf Mallorca
Die Tageshöchsttemperatur im Jahresmittel in den Ebenen liegt bei 17°, im Sommer bei 30°, nicht selten sind Tage mit bis zu 40°. Das ist typisch mediterranes Klima, da versteht man den Wert der heiligen Siesta.
Die niedrigsten Tageshöchsttemperaturen um die 17° gibt es, wer hätte das gedacht, im Winter. Ganz, ganz selten zeigt das Thermometer minus 6°.
Mallorcas Klima kennt viele Winde
Für alle Winde aus den Richtungen der Windrose gibt es mallorquinische bzw. katalanische Namen, mallorquin ist ein Dialekt der katalanischen Sprache. Nordwind heisst Tramuntana, Nordost Gregal, Ost Llevant, Südost Xaloc, Süd Migjorn, Südwest Llebeig, West Ponent, Nordwest Mestral. Fischer und Bauern benutzen diese Begriffe täglich wenn sie über das Wetter sprechen, weil jede Windrichtung auf dem Meer und auf dem Ackerland ihren spezifischen Einfluss hat.
Dazu kommt der Wind namens Embat, das mallorquinische Wort für thermische Winde. Diese Brise kommt vor allem in der heissen Jahreszeit auf, wenn die Sonne das Land wesentlich stärker aufheizt als das Meer. Die heisse Luft steigt auf und saugt die kühlere Luft über dem Meer an. Die Brisenströme von den verschiedenen Küstenstreifen vereinigen sich im Zentrum der Insel zu einem mächtigen Aufwind, der alle Wolken fern hält.
Der Embat beginnt zwischen 9 und 10 Uhr morgens an der Küste und kommt zwischen 12 und 14 Uhr im Landesinneren an. Er endet zwischen 18 und 19 Uhr. Der Embat erreicht ca. 25 bis 30 Kilometer pro Stunde an den Küsten. Dieser thermische Wind war früher überaus wichtig für die Windmühlen, welche Getreide mahlten und Wasser aus dem Untergrund pumpten.
Kaum zu glauben aber wahr: im Sommer an Mallorcas Küsten kann man sich eine tierische Erkältung zusammen mit einem höllischen Sonnenbrand holen, besonders dann, wenn ein eingeflogener Grippekeim dazu kommt.
Kommt vor: Eingeschneit auf Mallorca
Das Zusammenspiel von sehr starkem Schneefall und einem Sturm mit bis zu sieben Meter hohen Wellen führte dazu, dass das Restaurant in der Bucht von Sa Calobra und seine Mitarbeiter 1985 acht Tage lang eingeschneit waren. (Bild: Deja mit Schnee)
Wolkenbrüche mit Hochwasser und Überschwemmungen kommen ab und zu auf der Insel vor. Der schlimmste Wolkenbruch der vergangenen Jahrhunderte fiel im September 1989 als es im Süden Mallorcas so viel regnete wie sonst in einem Jahr. Drei Hundert Liter Regen pro Quadratmeter fielen an einem Tag! und sorgten für ein tagelanges Chaos. Vor einigen Jahren blies ein Sturm in einer einzigen Nacht etwa eine Million Aleppokiefern um. Bei Campos wurden viele der traditionellen Windräder ebenfalls gefällt.
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