Aus kleinen Anfängen dänischer und norddeutscher Pioniere in den 70ern ist eine mächtige Industrie geworden. Heute drehen allein in Deutschland ca. 21 000 Windräder und machen aus Luft Strom. Darauf muss man erstmal kommen. Heute ist eine Geldanlage in Windenergie oder andere Erneuerbare Energien von allererster Güte.
Gegen alle Widerstände und Propagandalügen aus Atom-, Kohle- und Erdölindustrie setzt die saubere, grüne Stromerzeugung mit Windkraft ihren starken Siegeszug ungebremst fort, siehe die Grafik oben Windenergie in Europa, Prognosen und Wirklichkeit.
Windpower boomt in Deutschland, Europa und weltweit
Was in den siebziger Jahren von mutigen Pionieren mit sehr wenig Kapital aber um so mehr Vision und Willenskraft begonnen wurde, ist heute eine Milliardenindustrie mit vielen hunderttausenden neuen, zukunftssicheren Arbeitsplätzen. Die Gesamtzahl liegt für die Industrien der Erneuerbaren Mitte 2011 bei 370 000 laut Bundesministerium Umwelt.
Ein wichtiger Motor für das starke, andauernde Wachstum der Erneuerbaren Energien, auch der Windenergie, ist das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), das am 1.April 2000 in Kraft trat.
In ihm wurden mit erstaunlicher Weitsicht Einspeisevergütungen für aus erneuerbaren Energien erzeugten elektrischen Strom auf 20 Jahre fest geschrieben.
Rechts- und Planungssicherheit durch das EEG
Die gesetzliche Garantie der Einspeisevergütung für 20 Jahre bedeutet für Investoren und Anlagenbetreiber praktisch ein sehr begrenztes Risiko und eine sichere Gewinnsituation. Das ist legitim und notwendig, um neuer Technik, die in hohem Masse menschen- und umweltfreundlich ist, schnell zum Erfolg zu verhelfen. Die Einspeisevergütung für Windstrom liegt zwischen ca. 5 und 9 ct je Kilowattstunde (kWh), je nach Standort.
Das Zusammenspiel von Erneuerbaren Energien und Erneuerbare Energien Gesetz ermöglicht weitreichende Veränderungen: Dezentrale Stromerzeugung wird möglich und gleichzeitig können zum ersten Mal in der Geschichte Menschen, praktisch jedermann und Frau direktdemokratisch entscheiden, welche Art Energie sie verbrauchen und mit welcher Art sie durch Geldanlage verdienen wollen.
Riesige Märkte für wache Unternehmen
Nach teilweise drastischen Fehleinschätzungen des Wachstums der erneuerbaren Energien aus der Vergangenheit sind sich heute die beteiligten Fachverbände wie Deutsche Energie Agentur (DENA), Agentur für erneuerbare Energien (AEE), Bundesministerium Umwelt (BMU) u.a. weitgehend einig.
Vielleicht aber werden sie auch wieder weit hinter der Entwicklung liegen. Der Bedarf an Erneuerbaren ist jedenfalls gewaltig und der an Geldanlagen ebenfalls. Nur einige gewichtige Stichworte: Klimaerwärmung, Atommüll, wachsender Energiebedarf weltweit.
Förderung Windstrom an Land nach EEG Novelle Juni 2011
- Im Grundsatz Fortführung der Vergütungsstruktur gemäss EEG 2009
- Erhöhung der Degression von 1 auf 1,5 % (Druck auf Kostensenkungen)
- Der Systemdienstleistungs-Bonus für Neuanlagen (bisher befristet bis 31.12.2013) wurde bis zum 31.12.2014, für Bestandsanlagen sogar bis zum 31.12.2015 verlängert
- Der Repowering-Bonus führt durch seine neue Ausgestaltung zu einer deutlichen wirtschaftlichen Verbesserung von Repowering-Projekten. Gleichzeitig wurde er auf alte, netztechnisch problematische Anlagen begrenzt, die vor 2002 in Betrieb genommen wurden (ansonsten Mitnahmeeffekte)
Nach Meinung des BMU wird die Windenergie an Land bis auf Weiteres die grössten Beiträge zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien leisten. Zudem weise sie vergleichsweise geringe Kosten auf. Mit Blick auf die deutliche Erhöhung der Vergütung bei der letzten EEG-Novelle, die gefallenen Anlagenpreise und die bestehenden Kostensenkungspotenziale in den Herstellungsprozessen würde aber der Druck auf Kostensenkungen erhöht.
Der leichte Rückgang der Neuinstallationen im vergangenen Jahr sei nicht auf die Vergütung zurückzuführen, sondern auf eine zu geringe Ausweisung von Eignungsflächen, den langen Winter und sonstige Hemmnisse (z.B. Radar-Problematik). Für den weiteren Ausbau komme es daher entscheidend darauf an, dass in den Ländern genügend Eignungsflächen ausgewiesen und restriktive Höhenbegrenzungen aufgehoben würden.
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