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Geothermie - schwierig, manchmal gefährlich

Geothermie ist eine weitere erneuerbare Energie, die in ungegrenzten Mengen zur Verfügung steht. 99 Prozent der Erdkugel (im Inneren) sind heisser als 1000 Grad, nur ist der Zugang nicht überall so einfach wie z.B. in Island. In unseren Breiten ist die Nutzung der Geothermie als Geldanlage nur unter besonders günstigen Bedingungen wirtschaftlich.

Einfacher und mit geringerem Aufwand verbunden ist die Nutzung als Heizenergie. Hier reichen bereits Temperaturen im oberflächennahen Untergrund von um die 40 Grad, bei Einsatz einer Wärmepumpe mit Erdwärmesonde (EWS) sogar noch weniger. Aufwendiger ist die Herstellung von Strom mit Erdwärme, hierzu muss Wasser mit mindestens 110 Grad Temperatur in ausreichender Menge gefördert werden.

Hierzu ist die Nutzung tiefer Geothermie notwendig, d.h. es sind tiefe und somit teure Erdbohrungen abzuteufen. Nur an wenigen Stellen in Süddeutschland und Österreich sind bisher derartige Anlagen gebaut worden.

Fördermittel für Geothermie

Laut EEG Novelle vom Juni 2011 werden Anlagen zur Nutzung von Erdwärme bis auf weiteres in folgender Weise gefördert

  • Integration von KWK- und Frühstarter-Bonus in die Grundvergütung, so dass diese von 16 auf 23 ct/kWh steigt
  • zusätzlich Erhöhung um weitere 2 ct/kWh auf 25 ct/kWh, da es bisher kaum Projekte gibt
  • Technologie-Bonus für petro-thermale Projekte steigt von 4 auf 5 ct/kWh
  • Degression erst ab 2018, im Gegenzug Erhöhung von 1 % auf 5 %

Fazit

Praktisch ist der Ausbau der Geothermie bisher kaum in Gang gekommen. Eine entscheidende Ursache ist das hohe Risiko. Zu dem bereits bestehenden "Fündigkeitsrisiko" ist durch die seismischen Ereignisse in Basel und Landau, hier entstanden durch Erderschütterungen, Erdbeben in Folge geothermischer Bohrungen schwere Schäden an Bauwerken und Strassen, inzwischen auch noch ein "Erdbebenrisiko" gekommen. Die Finanzierung von Geothermie-Projekten ist daher weiterhin problematisch. Vor diesem Hintergrund wurde die Vergütung nochmals erhöht und die Degression verschoben.

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